Insiderei Insidertipps Chemnitz Christoph Dittrich
© Nasser Hashemi

Insidertipps Chemnitz: Christoph Dittrich

Mindestens bis 2028 bleibt Christoph Dittrich Generalintendant der Theater Chemnitz. Der Kulturmanager ist mit der Stadt verwachsen, traut sich kreative Produktionen auf die Bühne zu holen und setzt seinen Fokus auf Jugend und Familie. Im Interview erzählt er von der Kulturhauptstadt 2025, von guten Restaurants und noch besseren Bars.

Franziska Riedl
15. März, 2024

„Die Theater Chemnitz sind viel mehr als nur Bühnen. Es sind die Menschen, das Publikum, die Stadt, die Künstlerinnen und Künstler, die sie prägen.“, sagt Christoph Dittrich. Der gebürtige Dresdner identifiziert sich mit der Stadt und den Menschen als wäre er hier geboren. Er ermöglicht kreative Produktionen für Oper, Schauspiel, Philharmonie, Junges Theater, Figurentheater und Ballett. Und öffnet das Theater hinaus in die Stadt.

Im Interview erfährst du seine Geheimtipps in Chemnitz.

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Chemnitz-Guide vom Kulturmanager

Was ist neu und großartig in Chemnitz?

Großartig ist an Chemnitz, dass man sich nie hinter einem historischen Residenzbewusstsein verstecken kann. Alle was hier geleistet wird, in Wirtschaft und Kultur, ist ehrlich, authentisch und damit auch immer neu. Für ein gutes Gelingen sind wir immer fest im hier und heute verankert und zuständig.

In welchem Viertel treibt sich die Kreativszene der Stadt herum?

Die Kreativen trifft man an den Hotspots der Stadtteile, je nachdem, wonach einem der Sinn steht. Da ist der dicht besiedelte Kaßberg, das größte zusammenhängende Jugendstil- und Gründerzeitviertel Europas, genauso dabei wie der Brühl-Boulevard, ein urbanes Viertel mit wunderbaren kleinen Läden und Cafés. Auch in den ehemaligen Fabrikarealen, dem Wirkbau und der Schönherrfabrik etwa, wurden durch aufwändige Sanierungen in den vergangenen Jahren neue Orte der Begegnung geschaffen.

Was macht Chemnitz für Kreative so spannend?

Spannend wird es durch die neuen Interventionsflächen der Kulturhauptstadt, wie die Stadtwirtschaft, die alte Hartmannfabrik, den Garagencampus und viele andere.

Du warst auch Gründungsgeschäftsführer der GmbH für die Europäische Kulturhauptstadt 2025. Auf welche Projekte bist du besonders gespannt?

Nach den vielen Jahren der Vorbereitung möchte ich am 18. Januar 2025 gern ein tolles Opening mit tausenden Menschen in der Stadt erleben. Das wird der Startschuss und die Messlatte für ein ganzes Jahr sein. Aber auch die Munch-Ausstellung in unseren Kunstsammlungen wird mit Sicherheit ein Highlight, denn Edvard Munch war selbst als junger Künstler bei der Industriellenfamilie Esche in Chemnitz zu Gast und hat dort gemalt.

In deiner Theaterarbeit lässt du auch neue, oft ungewöhnliche Orte bespielen. Welche Projekte sind dir besonders einprägsam in Erinnerung geblieben?

So richtig cool sind die Konzerte am Schauplatz Eisenbahn, einem riesigen Gelände mit Lokschuppen und allem was dazu gehört. Ein Crossover Programm mit Orchester direkt vor historischen Dampfloks – das hat was.

Chemnitz kulinarisch: Welche Restaurants liebst du in der Stadt und warum?

Gleich beim Theater um die Ecke ist das Heck-Art. Das Haus wurde als Geburtshaus von Fritz Heckert mal an diesen Standort versetzt und restauriert. Heute gibt es dort neben der Gastronomie auch kleine Ausstellungsräume. Für mich ist das perfekt.

Eine Lieblings-Bar für den After-Work-Drink mit Freund*innen?

Am besten am Markt mitten in der Stadt. Das Alex bietet zum Beispiel auch einen schönen Außenbereich. Oder das Miramar am Schlossteich mit wundervollem Blick auf die Stadt.

Du hast Sehnsucht nach Blättern, Waldboden und Frischluft. Wo verbringst du eine kurze Time-Out in der Natur?

Der Küchwald ist perfekt für die ganz schnelle Erholung. Eigentlich mitten in der Stadt und doch eine Oase. Joggen, Spazieren gehen, mit den Kindern toben – das passt alles. Auf der riesigen Wiese gibt es auch immer was Sportliches zu sehen, vom improvisierten Volleyballmatch bis zu Slackliner*innen.

Welches Hotel empfiehlst du Gästen, die nach Chemnitz reisen?

Es gibt viele gute Hotels in Chemnitz. Ich empfehle persönlich gern mitten ins Zentrum zu gehen. Zum Beispiel in den Chemnitzer Hof oder das Hotel an der Oper.

Wir von der Insiderei lieben Transparenz. Deswegen möchten wir dir sagen, dass dieser Beitrag im Auftrag von Reiseland Deutschland und Sachsen Tourismus (TMGS) erstellt wurde. 

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