Italien

Italien: Kultur- und Natur-Tipps in und um Matera

Matera in der Basilicata in Italien ist Kulturhauptstadt 2019. Rundum gilt es aber noch weitere Kunst- und Natur-Plätze zu entdecken. Ein Blick zu den Höhlenwohnungen Sassi, ins Dorf Aliano, die Landschaft der Calanchi und zu den Tempelanlagen Tavole Palatine und Metaponto.

Die italienische Stadt Matera empfängt ihre Gäste 2019 mit einem bunten Kultur- und Kunstangebot: Festivals, Ausstellungen, Partys und unzählige kreative Events stehen da am Programm. Ein echter Geheimtipp ist aber das Umland der Stadt. Wir nehmen euch mit nach Aliano, einem urigen Dorf südwestlich der Kulturhauptstadt, das eine spannende Geschichte in sich trägt. Oder zum Naturphänomen der Calanchi, mit kargen, schroffen Felsformationen im Mond-Look. Aber step by step, unsere Reise startet in der Kulturhauptstadt Matera.

1. Sassi-Höhlen und Events in der Kulturhauptstadt Matera

Als Kulturhauptstadt 2019 ist Matera in der Region Basilicata, im Süden von Italien, kultureller Nabel Europas. Design-Workshops, Lesungen, Konzerte, Art-Walks, Ausstellungen – das Programm ist enorm. Um up to date zu bleiben, klicke dich am besten hier ins Programm!
Dass Matera überhaupt zur Kulturhauptstadt ernannt wurde, hat mehrere Gründe. Einer davon ist ihr Alter. Archäologen gehen davon aus, dass die Stadt schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Sie ist also eine der ältesten Städte der Welt. Ein weiterer: ihre Sassi. Das sind in Tuffstein gehauene, prähistorische Höhlenwohnungen. Läden und Werkstätten, die das Stadtbild bis heute prägen. 1993 wurden sie zum UNESCO-Welterbe erklärt und bis in die 1950er Jahre von Menschen bewohnt. Besuchern stehen sie heute zur Besichtigung offen. Hier erfährst du mehr.

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Blick auf die Höhlenwohnungen Sassi in Matera. c APT Basilicata

2. Auf den Spuren von Carlo Levi im Dorf Aliano

Rund um Matera befinden sich viele kleine Dörfer, mit gemäßigterem Alltags-Tempo. Das Gute daran: Nur wenige Touristen haben sie auf dem Radar. Aliano ist so eines. Das kleine 1000-Seelen-Dorf liegt südwestlich von Matera, auf einem steilen Bergrücken. Berühmt wurde Aliano vor allem durch den Schriftsteller und Antifaschisten Carlo Levi, der 1935 vom Mussolini-Regime hierher verbannt wurde und während seines Aufenthalts den autobiographischen Roman „Christus kam nur bis Eboli“ schrieb. Seine Geschichte zeigt das Museo Carlo Levi. Außerdem steht das Haus, das Levi damals bewohnt hat, allen Interessierten offen.

3. Naturerlebnis Calanchi aka Badlands

Rund um Aliano ziehen sich karge Landschaften durch die Basilicata. Sie heißen Badlands oder auch Calanchi und zählen zu den bizarrsten Natur-Spots in Italien. Wind und Wasser haben die lehmreichen Böden gezeichnet. Die wasserarmen Gegenden erinnern deshalb mehr an Fotos von Neil Armstrongs Mondexpedition, als an eine mediterrane Italo-Kulisse. Erosionen haben außerdem tiefe Gräben, Canyons und Schluchten in die Erde gerissen – ein bisschen spooky, aber unglaublich beeindruckend!

4. Architektur-Highlights: Tavole Palatine und Metaponto

Um noch tiefer in die uralte Geschichte der Region Basilicata abzutauschen, brechen wir in Richtung Ionisches Meer auf. Südlich von Matera, kurz vor der Küste, verstecken sich gleich zwei großartige Architektur-Spots: der Hera-Tempel Tavole Palatine aus dem sechsten Jahrhundert. Und keine fünf Kilometer südwestlich davon: die Ruinen des archäologischen Geländes von Metaponto.

 

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Tipps zur Anreise nach Matera

Am besten erreicht man Matera mit dem eigenen Auto oder einem Leihwagen von Bari aus. Bari liegt zirka 60 Kilometer von Matera entfernt, der nächstgelegene Flughafen befindet sich auch dort. Wer kein Auto hat, nimmt Zug oder Bus. Beide brauchen knapp eineinhalb Stunden.

Matera

Matera, Italien

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