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Kunstverein-Direktorin Mirela Baciak
Kunstverein-Direktorin Mirela Baciak

Insidertipps Salzburg: Kunstverein-Direktorin Mirela Baciak

Mirela Baciak prägt als Direktorin des Salzburger Kunstvereins die Stadt mit frischen kuratorischen Impulsen. Uns verrät sie, wo starke Kunstpositionen, kreative Hotspots und kulinarische Highlights entdeckt. Hier geht es zu ihren ganz persönlichen Lieblingsorten in der Mozartstadt.

Elisabeth Kranabetter

Mirela Baciak weiß, was sie will. Seit Sommer 2023 ist sie die neue Direktorin des Salzburger Kunstvereins. Für den Posten hat sie 40 Mitbewerber*innen aus dem Feld geschlagen. Geboren in Polen, lebt sie mittlerweile seit über zehn Jahren in Österreich. Zuvor war Mirela als Kuratorin für Bildende Kunst und Performance beim Steirischen Herbst in Graz tätig – nun ist Salzburg ihr geografischer Mittelpunkt. Uns nimmt Mirela zu mit ihren Lieblingsplätzen in Salzburg, verrät, wo sie auf geballte Kultur und junge Kreative trifft, und wo sie richtig gut essen, schlafen und feiern kann.
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Salzburg-Guide mit der Kultur-Expertin

Salzburg ist seit 2023 deine Wahlheimat. Was macht die Stadt für dich absolut lebenswert?

Für mich ist die Nähe zur Natur entscheidend. Ich bin Stammgast am Fuschlsee, wo ich regelmäßig paddeln gehe, um zu entspannen. Darüber hinaus schätze ich das gemeinschaftliche Gefühl und die unterstützende Atmosphäre zwischen den Institutionen für bildende Kunst sehr.

Was ist in Salzburg gerade neu und richtig gut?

In Salzburg ist zwar nicht alles brandneu, aber ein paar relativ neue Orte sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Ich wohne gleich ums Eck vom Cocoon Hotel, wo sich die Taco Bar befindet – dort gehe ich gerne mit Freund*innen hin, um Tacos zu essen. Die Stimmung ist entspannt und das Essen richtig gut. Außerdem mag ich Cosmic Pizza sehr – ihre Pizza mit Pistazien ist exzellent und mal was anderes.

In welchen Ecken Salzburgs treffen sich die jungen Kreativen?

Ich finde, dass der Salzburger Kunstverein (Hellbrunnerstraße 3) sich in den letzten zwei Jahren zu einem Ort entwickelt hat, an dem sich viele junge Kreative begegnen – auch weil dort, wie in meinen Ausstellungen, viele junge Künstler*innen gezeigt werden, was ganz klar eine jüngere Generation anspricht. Viele junge Leute sehe ich regelmäßig bei Eröffnungen in der Elektrohalle Rhomberg (Samergasse 28b) und in der Galerie Sophia Vonier – beide machen ein exzellentes Programm, das gezielt auch das Interesse der jüngeren Generation weckt.

Der Salzburger Kunstverein unterstützt die lokale Kunstszene. Wo tauchst du in deiner Freizeit selbst gern in Kunst und Kultur ein?

Ich versuche, bei möglichst vielen Ausstellungseröffnungen dabei zu sein – auch wenn mein Terminkalender das nicht immer zulässt. Besonders gern tauche ich in die Programme vom Museum der Moderne Salzburg, der Galerie 5020 (Residenzplatz 10), dem Fotohof Salzburg und der Stadtgalerie ein. Natürlich besuche ich auch regelmäßig die bereits erwähnte Elektrohalle Rhomberg und die Galerie Sophia Vonier. Alle diese Orte zeigen starke, vielfältige Positionen – das macht sie für mich als Kuratorin wie auch als Kunstliebhaberin besonders spannend.

Welches Restaurantkonzept begeistert dich in Salzburg gerade total?

Ich finde das Konzept von Furo in Salzburg besonders spannend – von der Gestaltung des Interieurs bis hin zum Design auf dem Teller ist dort alles durchdacht und ästhetisch aufeinander abgestimmt. Und das Wichtigste: Es schmeckt einfach großartig. Ich bin dort auch regelmäßig zu Gast – ein Ort, an dem kulinarischer Anspruch und visuelle Erfahrung wirklich Hand in Hand gehen.

In welche Bar gehst du abends mit Kolleg*innen, um eine gelungene Ausstellung zu feiern?

In die Taco Bar im Cocoon Hotel – das ist für uns mittlerweile schon fast Tradition geworden. Ich mag besonders, dass man dort Essen teilen kann. Die Tacos sind, wie schon erwähnt, wirklich ausgezeichnet. Außerdem gibt es eine feine Auswahl an Drinks und Weinen, das Team ist super herzlich und seit kurzem gibt es sogar eine Karaoke-Bar – was will man mehr für einen entspannten Ausklang nach einer Eröffnung?

Den besten Kaffee in der Stadt gibt es bei ….

… Kaffee Alchemie. Ein kleines Café voller Liebe zum Detail. Als Kaffeeliebhaberin finde ich es großartig, dass man dort sogar die Bohnen auswählen kann. Für Menschen wie mich ist das ein absoluter Traumort: persönlich, hochwertig und mit echter Leidenschaft für Kaffee gemacht.

Raus in die Natur. Welche Spots in Salzburg sind da deine liebsten Places-to-be?

Mein absoluter Lieblingsort in der Natur ist der Fuschlsee, besonders in der Nähe der Schloss Fuschl Fischerei. Im Sommer ist das einfach ein Traum – man kann dort die ruhige Aussicht genießen, frischen Fisch essen und dazu ein Glas Wein trinken. Für mich ist das der perfekte Ort, um zur Ruhe zu kommen und die Schönheit der Salzburger Natur in vollen Zügen auszukosten.

Freund*innen aus der Heimat kommen dich besuchen. In welchem Hotel reservierst du für sie ein Zimmer?

Ich mag es, meine Freund*innen in der Nähe zu haben – deshalb empfehle ich ihnen meistens das Cocoon Hotel. Was ich an dem Hotel wirklich schätze, ist das nachhaltige Konzept, und meine Freund*innen haben mir erzählt, dass das Frühstück auch ausgezeichnet ist – ich muss es selbst noch probieren. Und was ich wirklich betonen möchte: Die Herzlichkeit der Menschen, die dort arbeiten, ist außergewöhnlich. Mit Stefan und Violetta bin ich mittlerweile schon richtig vertraut.

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