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©Klausenhof

8 Slow Food Hotspots in Thüringen

Lust auf echte Slow-Food-Entdeckungen? Dann schnapp dir deine Lieblingsmenschen und ab nach Thüringen. Wo frische Zutaten auf Handwerk und die richtige Philosophie treffen, entsteht etwas Besonderes.

 

 

 

Karin Wasner

Slow Food – die internationale Bewegung für faires, im Einklang mit der Natur erzeugtes Essen – setzt sich für regionale Produkte, alte Sorten und traditionelles Handwerk ein. Von Bauernhof bis Burgkeller, von der Schafskäserei am Radweg bis zum Café im Schlosspark: Hier warten acht nachhaltige Genussmomente, bei denen du weißt, wo’s herkommt.

Klausenhof in Bornhagen

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Klausenhof
©Klausenhof

Der Klausenhof in Bornhagen ist so etwas wie das Slow-Food-Dorado im Eichsfeld. Direkt unterhalb der mittelalterlichen Burg Hanstein, vereint das familiengeführte Wirtshaus eigene Schlachterei, regionale Küche und echtes Mittelalterflair - beim Ritteressen biegt sich die Tafel, aufgetragen wird in Mollen, Tonkrügen und eisernen Gefäßen. Martin Röhrig, der uns hier schon seine Insidertipps verraten hat, serviert Gerichte, die zur Region passen: Wild, hausgemachte Würste, geschmorte Ochsenbäckchen. Die Zutaten? Kommen bevorzugt von Bauernhöfen der Umgebung oder direkt aus dem hauseigenen Kräutergarten

Landgrafen in Jena und Café Belvedere in Weimar

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Landgrafen in Jena
© Ricarda Meinhardt

In Jena wird Slow Food zum Erlebnis für alle Sinne: Hoch über der Stadt genießt du im Landgrafen eine der besten Aussichten über die Stadt. Alte Steinmauern, ein moderner Glaskubus und eine Terrasse – der perfekte Ort, um die regionale Küche zu feiern. Die Philosophie der Küche? „Wir betrachten nicht traditionelle Lebensmittel mit Skepsis und hören auf unseren Bauch." 
Ähnlich hält es der Schwesterbetrieb Café Belvedere, der südlich von Weimar auf einer Anhöhe inmitten des Lust- und Irrgartens von Schloss Belvedere zu hausgemachten Mehlspeisen und an Wochenenden in den Biergarten lädt.  

Kromer’s Restaurant in Erfurt

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Sabine und Steffen Heilmann Restaurant Kromer's

Direkt neben dem Hochzeitshaus, in der Erfurter Altstadt, begrüßen dich Sabine und Steffen Heilmann im "Kromer´s Restaurant & Gewölbekeller". Schon lange ist das Lokal Pionier in Sachen Slow Food. "Unsere Speisekarte umfasst nicht viele, dafür aber sorgfältig ausgewählte und überwiegend regionale Produkte."  Die Zutaten für die vorwiegend Thüringer Küche kommen aus der umliegenden Region oder vom Erfurter Wochenmarkt. Das Bier braut „Michel“ in einem Zwei-Mann-Betrieb in Hüpstedt, frische Gurken stammen auch mal aus einem Schulprojekt, das „Lernen mit der Natur“ unterstützt. Im Sommer sitzt du im Innenhof unter dem Birnbaum, im Winter ist’s im urigen Gewölbekeller aus Natursteinen gemütlich.

Landhotel Zur Grünen Kutte in Bernshausen

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Kürbissuppe Landhotel Grüne Kutte
© Alexander Mengel

Das Restaurant im Landhotel  Zur Grünen Kutte liegt im UNESCO Biosphärenreservat Rhön und ist ein echter Geheimtipp für Naturliebhaber*innen. Der familiengeführte Betrieb ist Mitglied im Verein „Aus der Rhön – für die Rhön“ und unterstützt die lokale Landwirtschaft – mit einem regionalen Wareneinsatz von mehr als 65 Prozent! Auf der Karte: Rhönforelle aus Kaltensundheim, Dermbacher Eiernudeln, Rinderroulade von den Agrarhöfen. Salate und Kräuter kommen frisch aus dem Garten auf die Teller. Noch ein kleiner Tipp für alle, die sich nicht nur kulinarisch mit der Natur verbinden wollen: lass dir einen Picknickrucksack samt Geschirr und Picknickdecke und voller Slow-Food-Snacks für dein "Tausend-Sterne-Picknick" packen – der "Sternenpark Rhön", beginnt direkt vor der Tür.

Schlossimkerei Tonndorf

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Schlossimkerei Tonndorf
© Schlossimkerei Tonndorf

Nahe dem Ilmtalradweg im Weimarer Land liegt ein Schloss inmitten von idyllischen Streuobstwiesen – samt Imkerei mit hundert Bienenvölkern! In der Schlossimkerei Tonndorf produzieren die Imker Maximilian Weber, Detlef Rien und Christian Harald Stiefel auf dem 15 Hektar großen Gelände feinsten Bio-Honig. Hol dir den süßen Saft direkt aus dem Honigautomaten! Hier wird nicht nur geschleudert, sondern auch vermittelt: bei Workshops, Kursen oder Führungen durch den Bienenschaugarten und die Imkerei erfährst du Spannendes über die Bedeutung von Bienen, Biodiversität und nachhaltigem Wirtschaften. 

Landhof Am Ziegenried

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Landhof Am Ziegenried Platte
© Landhof Am Ziegenried

Radler*innen am Gera-Radweg aufgepasst: Der Landhof Am Ziegenried in Dosdorf zwischen Arnstadt und Plaue ist ein Slow-Food-Erlebnis mit Muh und noch mehr Mäh. Im Hofcafé locken Käsekuchen und Schafmilcheis, im Hofladen gibt’s Milch- und Käsespezialitäten aus der hauseigenen Käserei aber auch Joghurt, Tee, Gewürze und Liköre. Fürs Lagerfeuer oder die Grill-Session warten Fleisch vom Rind oder Lamm aus eigener Zucht aber auch Lamm-, Rind- und Wildschweinbratwürste. Wer mehr über das Leben auf einem Slow-Food-Bauernhof erfahren will, kann bei einer Hofführung Schafe, Ziegen, Kühe und Gänse hautnah erleben. 

Lichtquell Ölmühle in Kratzeroda

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Lichtquell-Ölmühle in Werra-Suhl-Tal
© Lichtquell Ölmühle

Tropfen für Tropfen regional. In der Lichtquell Ölmühle von Heike Günther westlich von Eisenach entsteht flüssiges Gold: kaltgepresste Öle aus Leinsaat, Hanf, Mariendistel & Co. Nachhaltigkeit beginnt hier schon beim Anbau der Rohstoffe – vorwiegend auf den Feldern der Biobauern- und bäuerinnen der Umgebung. Heike sorgt für schonende Pressung und verzichtet aufs Filtern, Rohstoffe und Saaten werden bei ihr weder geschält noch erhitzt. Montags und dienstags kannst du ihr bei der Produktion über die Schulter schauen  – und nach Herzenslust verkosten.

Demeter Bäckerei & Konditorei Laudenbach in Gera

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Bäckerei & Konditorei Laudenbach
© Bäckerei & Konditorei Laudenbach

Wenn du auf frischen Brotduft und echtes Handwerk stehst, ist die Demeter Bäckerei Laudenbach in Gera ein absolutes Muss. Seit 1795 fertigt die Familie in nunmehr neunter Generation Backwaren – und ist damit die älteste Bäckerei Thüringens. Sogar einen Weltrekord hat die Familie erbacken: die größte Erdbeertorte der Welt! Hundert Kilo Bisquitboden, 240 Kilo frische Erdbeeren, 50 Kilo Pudding – dazu brauchte es neben einem Team größenwahnsinniger Bäcker*innen auch die Hilfe von Bauarchitekten und Statikern. Hier wird alles aus regionalen Zutaten gefertigt: 100 Prozent Mehl von hier. Nicht verkaufte Backwaren gehen an die Geraer Tafel, regionale Bauern oder den Tierpark. Lebensmittelverschwendung? Fehlanzeige. Mach mit und schnapp dir kurz vor Ladenschluss eine Rettertüte.

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Wir von der Insiderei lieben Transparenz. Deswegen möchten wir dir sagen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit dem Reiseland Deutschland im Rahmen der Nachhaltigkeitskampagne FEEL GOOD erstellt wurde. Der Beitrag wurde – bei völliger redaktioneller Freiheit – finanziell unterstützt.

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