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Sandra Musil vom Zingst Porträt
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Insidertipps Fischland-Darß-Zingst: Sandra Musil Strandhotel Zingst

Sandra Musil hat fast sieben Jahre lang beim Tourismusverband Fischland-Darß-Zingst und drei Jahre bei der Kur- und Tourismus GmbH Zingst gearbeitet. Sie kennt die faszinierendsten Plätze der Halbinsel und arbeitet heute an einem der wohl schönsten Arbeitsplätze Deutschlands – direkt an der Ostsee. Hier verrät die Marketing Managerin des Strandhotel Zingst ihre Favoriten.

Sandra Piske

Was sie antreibt, ist nicht nur die Region selbst, sondern auch das Erzählen darüber. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie die Geschichten gesammelt, die man nur kennt, wenn man lange genug bleibt: von frühen Morgenstunden am Darßer Ort, von Hirschen in den Dünen und Kranichen am Himmel. „Zingstliebe“ ist ein leidenschaftlicher Guide voller Insiderwissen – entstanden für die Hotelgäste und jetzt auch im Buchhandel erhältlich.

Also haben wir Sandra nach genau diesen Orten gefragt: nach Wegen, die sie immer wieder geht, nach Zwischenstopps, an denen sie hängen bleibt, und nach Momenten, die man nicht planen kann. Hier sind ihre liebsten Plätze rund um Zingst.

Zingst-Guide von der Tourismusexpertin

Wo trifft man dich als Early Bird zum Sonnenaufgang in Zingst?

Am Darßer Ort – also an der nördlichsten Landzunge der Halbinsel Darß – ist der Sonnenaufgang besonders eindrucksvoll. Da dies die Kernzone des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft ist, darf man nur zu Fuß hierher. Ganz früh über den Bohlenwanderweg durch die Dünen zu laufen, hat eine ganz eigene Stimmung.

Zu welcher Jahreszeit bist du am liebsten dort?

Mein Herz schlägt für die Hirschbrunft im Herbst. Die Rothirsche sind faszinierende Tiere. Wenn man morgens durch den halbdunklen Wald läuft und das Röhren der Hirsche hört, ist das Wahnsinn. Dann geht man weiter Richtung Wasser, die Sonne geht auf – und plötzlich stehen die Hirsche und Rottiere in den Dünen. Die Ostsee im Hintergrund – das passt eigentlich gar nicht zusammen. Genau das macht es so besonders. Da bekomme ich jedes Mal Gänsehaut. Im September jagt hier wirklich ein Naturschauspiel das nächste: Auf die Hirschbrunft folgen die Kraniche.

Gibt es einen bestimmten Spot an dem du sie beobachtest?

Mein Lieblingsspot ist der Boddendeich am Ortseingang von Zingst – da stehe ich oft und schaue dem Geschehen zu. Wenn tausende Kraniche über dich hinwegziehen, ist das schon ein ganz besonderer Moment. Morgens fliegen sie von Pramort raus aufs Festland, abends kommen sie zurück. Für mich ist der Moment am Abend, wenn sie zurückkommen – der schönste. Tagsüber kann man sie sehr gut am Günzer See im „Kranorama“ beobachten – einer Kranichbeobachtungsstation.

Wo wärmst du dich nachher bei einem Kaffee auf?

Wenn ich Richtung Festland unterwegs bin, gehe ich gerne ins Kaffeehaus am Markt in Barth. Hier auf der Halbinsel fahre ich nach Ahrenshoop ins Café Pieni. Beide haben großartigen, selbst gebackenen Kuchen.

Ahrenshoop hat viele Künstler*innen angezogen. Was zieht dich dort an?

Ahrenshoop hat eine besondere Lage – die Halbinsel ist dort sehr schmal. Es gibt eine Runde, die ich oft laufe: Ich starte in Wustrow und gehe am Bodden entlang Richtung Ahrenshoop. Diese Seite ist ruhig, das Wasser fast still – ganz anders als die Ostsee.

Dann laufe ich durch Ahrenshoop, kehre manchmal im Restaurant & Café Namenlos ein und gehe oben an der Steilküste zurück nach Wustrow. Vor dem Ort stehen ein paar Bänke mit freiem Blick aufs Meer – dort sitze ich oft noch eine Weile.

Du lebst direkt an der Quelle – wo isst du Fisch?

Ich gehe tatsächlich gern in unser eigenes Restaurant, das Restaurant Nautica. Unser Küchenchef ist in engem Austausch mit den letzten aktiven Fischern hier in der Region und holt den Fisch direkt von dort. Das schmeckst du sofort – der Fisch ist wirklich frisch und die Speisekarte sehr kreativ.

Wenn ich außerhalb unterwegs bin, gehe ich in die Strandkate in Zingst – ein kleines Reetdachhaus mit vielleicht elf Tischen und sehr gutem, unkomplizierten Essen.

Und dein Go-to für ein richtig gutes Fischbrötchen?

Karina's Fischgarten in Zingst. Dort gibt es keine Standardbrötchen – jedes sieht anders aus. Mein Favorit: gesmokter Lachs mit Whisky-Zwiebeln und Himbeersoße. Klingt erstmal wild, ist aber unglaublich gut.

Im Sommer ist Zingst voller Touristen. Gibt es einen Ort, an den du gehst, wenn du etwas weniger Trubel brauchst?

Ja, in den Martha-Müller-Grählert-Park in Zingst. Der liegt ein bisschen versteckt, viele laufen einfach daran vorbei. Aber sobald du drin bist, wird es ruhig. Du kannst dich auf eine Bank setzen und hast wirklich deine Pause – auch mitten im Sommer.

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