Jetzt auch mit Österreich-Tipps der A-List. Mehr Tipps. Gleiche Handschrift.    •     Jetzt auch mit Österreich-Tipps der A-List. Mehr Tipps. Gleiche Handschrift.
Fischwirt Oliver Pahlke
@ MV-T/Pocha.de

Insidertipps Mecklenburgische Seenplatte: Fischwirt Oliver Pahlke

Frischer Fisch, klare Seen und echte Originale: Oliver Pahlke verrät uns seine Lieblingsorte in der Mecklenburgischen Seenplatte. Der Fischwirt nimmt dich mit zu seinen Lieblingsorten und geheimen Plätzen – von Wasserski-Action bis zur romantischen Seeterrasse.

Karin Wasner

Wenn einer die Seenplatte kennt, dann Oliver Pahlke. Der 35-Jährige ist in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und bewirtschaftet mit seiner Seenfischerei Feldberg neun Seen der Region. Mit Reusen und Stellnetzen fängt er Aal, Hecht oder Schleie, räuchert sie über Erlenholz und serviert sie in seinem Fischladen oder Foodtruck als Fischsuppe, Räucherfisch oder im legendären Fischdöner. Fischbrötchen 2.0 nennt er seine Kreation im Fladenbrot – Bismarck Matjes, Brathering oder Räucherlachs mit Salat, Gurke oder Apfelscheiben und hausgemachter Honig-Senf-Dill-Sauce. 

Fischwirt Oliver fischt nicht nur frischen Fisch, er bietet auch Einblicke in seine Passion: Bei ihm kannst du auf gemeinsamen Fischertouren traditionelle Fischerei erleben und – nach Petri-Heil-Erfolg – deinen frisch gefangenen Fisch filetieren und zubereiten. Was er an der Seenplatte liebt? Die Ruhe, die Natur und das Gefühl, im Einklang mit beidem zu arbeiten. Wenn er nicht gerade auf dem Wasser unterwegs ist, entdeckt er zu Fuß oder mit dem Fahrrad neue Lieblingsplätze zwischen glasklaren Seen und uralten Buchenwäldern. Uns verrät er seine ganz persönlichen Insider-Tipps.

Was ist das Besondere an deiner Heimatregion, der Seenplatte?

Die Ruhe auf und am Wasser. Wenn ich frühmorgens kurz vor Sonnenaufgang aufs Boot steige und der Nebel noch über dem See schwebt. Ganz alleine – und doch nicht allein, denn die Tiere sind längst unterwegs. Hier kannst du Seeadler beim Jagen beobachten oder zusehen, wie der Biber seine Dämme baut.  Aber auch Schwäne oder Enten in der Balz oder mit ihren Küken zu erleben, ist für mich ein Erlebnis. 

 

Bei über 1000 Seen fällt die Wahl schwer. Verrätst du uns deinen liebsten Badeplatz?

Das ist ganz klar der Dolgener See, einer der Seen, auf den ich auch zum Fischen fahre. Er ist einer von mehreren Klarwasserseen in der Region, die Sichttiefe ist hier mit bis zu acht Metern unglaublich. Du siehst Schwärme der Kleinen Maräne durchs Wasser flitzen, ein typischer Klarwasserfisch, der nur hier vorkommt. Aber auch Hecht, Barsch oder Wels kannst du hier ganz ohne Tauchausrüstung beobachten.

Wo isst du - außer bei dir – den besten Fisch?

Den besten Fisch genieße ich bei meinen Kollegen in Wesenberg, bei der Seenfischerei Obere Havel.

 

Außer Fischen: Gibt es einen Sport, den du gerne machst? Was empfiehlst du unseren Leser*innen?

Ich fahre gerne Rad oder wandere durch die zahlreichen Wälder oder entlang der Seen. Besonders empfehlen kann ich den Naturlehrpfad Hullerbusch im Natupark Feldberger Seenlandschaft zwischen Carwitz und Hullerbusch. Dort erlebt man die Feldberger Seenlandschaft von ihrer schönsten Seite. Ebenso beeindruckend sind die Heiligen Hallen bei Lüttenhagen – einer der ältesten Buchenwälder Deutschlands. Dort genieße ich die Ruhe und die besondere Atmosphäre des Waldes.

Du lebst im Wassersport-Eldorado. Wo muss man hin, um das voll auszukosten?

Mein Tipp: Wasserski für Jedermann beim WSC Feldberg oder ein Boot beim Fährmann am Schmalen Luzin ausleihen. So erlebt man die Natur vom Wasser aus – genau das macht die Region für mich aus.

Und wo gehst du hin, um Kultur und Kunst zu erleben?

Wenn ich regionale Geschichte erleben möchte, ist ein Besuch im Hans-Fallada-Museum in Carwitz Pflicht. Dort bekommt man spannende Einblicke in das Leben des Schriftstellers und die Geschichte der Region. Ebenfalls empfehlenswert ist ein Rundgang durch Feldberg mit unserem Ortschronisten Frank Schütze.

Wo gehst du im Sommer gerne draußen essen?

Im Deutschen Haus kann man wunderbar draußen sitzen. Dort kommt Saisonales aus der Region auf den Tisch, zum Beispiel Wild aus unseren Wäldern und Fisch aus der Feldberger Region – inklusive Sonnenuntergang und Blick auf den See.

Wo findet man in der Region noch richtig gute regionale Küche?

Im Restaurant „Klassenzimmer“ in der Alten Schule Fürstenhagen. Daniel Schmidthaler und seine Frau Nicole führen in der ehemaligen Dorfschule von Fürstenhagen ein feines Gourmetrestaurant und Hotel, sie sind sogar Mitglied der JRE. Oder im Schwalbennest in Wittenhagen. Dort wird mit regionalen Zutaten gekocht und man kann sich durch die Spezialitäten der Region kosten.

Und wo gibt es den besten Kuchen?

Wenn es um Kaffee und Kuchen geht, führt kein Weg an der Tortenmarie aka Cindy Baugatz vorbei. Neben wirklich tollen Torten findest du hier „Bienenstich“, „Kalter Hund“ und den „Wattwurm“ und solltest unbedingt die legendären Pfannkuchen mit Eierlikör probieren, den sie auch selbst macht. Aber auch in der „Kaffeemoehl“ in Feldberg wird richtig toll gebacken. 

Ein besonderer Abend mit besonderen Menschen: Wo reservierst du ein romantisches Plätzchen?

Im Alten Zollhaus. Im Sommer ist die Seeterrasse direkt am Luzin ein Traum. Ein toller Ort, um die besondere Atmosphäre am See zu genießen.

Die beste Kneipe für ein Feierabendbier mit Freunden?

Die Kellerbar Per See von Alex Andrejew in Feldberg. Dort trifft man sich nach der Arbeit ganz entspannt auf ein Bier, ein Glas Wein oder einen Cocktail und lässt den Tag – bei schönem Wetter auf der Seeterrasse – ausklingen.

Wo bringst du Freunde unter, wenn Besuch von außerhalb kommt?

Da empfehle ich nochmal das Alte Zollhaus. Oder das Apartmenthaus Feldberg von Familie Michael. Beides sind tolle, familiengeführte Unterkünfte, von denen aus man die Region wunderbar kennenlernen kann.

Danke für deine wertvollen Tipps, Oliver!

Hier triffst du ihn:

Wir von der Insiderei lieben Transparenz. Deswegen möchten wir dir sagen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit dem Reiseland Deutschland erstellt wurde. Der Beitrag wurde – bei völliger redaktioneller Freiheit – finanziell unterstützt.

Suche