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Portrait Anja Teodorczyk  vom Fische Schmidt
© Fische Schmidt

Insidertipps Hamburg: Anja Teodorczyk und Frank „Fischi“ Tamaschke

Es gibt TV-Köche, es gibt aber auch TV-Fischhändler. Dazu zählen Frank Tamaschke und Anja Teodorczyk. Dank zahlreicher Auftritte in Funk und Fernsehen zählt ihr Traditionsbetrieb „Fische Schmidt“ in Hamburg heute wohl zu den bekanntesten Fischläden der Stadt – und längst auch weit über ihre Grenzen hinaus. Hier teilen die beiden ihre liebsten Orte rund um Hamburg.

Sandra Piske

Was einst als klassischer Fischladen begann, ist heute eine feste Größe für alle, die Wert auf Qualität, Herkunft und ehrliches Handwerk legen. Bei „Fische Schmidt“ geht es nicht nur um frischen Fisch, sondern um Wissen, Erfahrung und ein tiefes Verständnis für das Produkt. Frank und Anja stehen selbst im Laden, beraten, filetieren, empfehlen – und behalten dabei immer auch die Entwicklungen der Branche im Blick.

Beide sind eng mit Hamburg und dem Wasser verbunden. Sie kennen die Stadt aus der Perspektive von Einheimischen – zwischen Hafen, Märkten und kleinen, feinen Orten. Also haben wir sie genau nach diesen Plätzen gefragt. Sie nehmen uns mit zu ihren persönlichen Lieblingsorten – dorthin, wo sie selbst hingehen, wenn sie nicht im Laden stehen.

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Portrait Frank Tamaschke vom Fische Schimdt
© Fische Schmidt

Euer Laden "Fische Schmidt"  liegt in Eppendorf direkt in Alsternähe. Wo trifft man euch in der Mittagspause?

Anja: Bei schönem Wetter gehe ich zur Alster – die erreiche ich in zehn Minuten. Ich packe entweder eine Sushibox von uns ein und setze mich ans Wasser. Oder ich nehme einen Coffee-to-Go von Kaufrausch mit. In dem Laden kann man übrigens auch die ganze Mittagspause verbringen. Neben Kaffee gibt es Mode, Geschenke und Accessoires – alles in einem verwinkelten Altbau. Der Laden besteht aus sieben kleinen Geschäften mit sieben unterschiedlichen Besitzern. Sehr cool!

Wo erlebt ihr Hamburg vom Wasser aus?

Frank: Ich gehe gerne SUPen. Es gibt direkt bei uns in der Nähe einen Verleih – das ist der ideale Ausgangspunkt, um die Alster und ihre Kanäle zu erkunden. Der Verleih ist übrigens aus Deutschlands größte SUP-Station – aber wir fahren auch gerne mal Kajak. Und man kann sich dort auch mit Getränken für die Tour eindecken.

Ihr seid unterwegs und bekommt Hunger. Wo haltet ihr?

Anja: Einer unser Lieblings-Stopps ist das Café Canale am Mühlenkampkanal in Winterhude. Das Café verkauft aus einem Fenster zum Kanal Getränke und hausgemachten Blechkuchen. Bei schönem Wetter gibt es dort eine richtige Warteschlange aus Booten und SUPs auf dem Wasser. Das ist ziemlich besonders und macht immer wieder Spaß.

Frank: Auch ein schöner Stopp ist Der Anleger in Nähe des Eppendorfer Mühlenteichs.

Nach der Tour – wo kehrt ihr ein?

Frank: Direkt oberhalb vom Verleih liegt das Restaurant Stüffel. Das ist eine gehobene Gastronomie und wir essen dort sehr gerne Fisch, wenn er auf der Karte steht. Der Inhaber ist Master-Sommelier, hat verschiedene Stationen in der Spitzengastronomie in Deutschland hinter sich, hat über fünf Jahre die gesamte Gastronomie vom Red Bull Hanger7 in Salzburg geleitet, war im Adlon und Schwarzen Adler. Dort gibt es immer frische Produkte und sehr guten Wein.

Wo in Hamburg trifft man euch beim Fischkauf? Der berühmte Fischmarkt in Altona ist doch eine Touri-Falle, oder?!

Anja: Es gibt einen Teil vom Hamburger Fischmarkt, dessen Fischauktionshalle sonntags morgens viele Touris und das Partyvolk vom Kiez anzieht. Viele meinen, das wäre der Hamburger Fischmarkt. Der tatsächliche Fischmarkt, auf dem Gastronomen und Händler einkaufen, liegt noch ein Stück weiter und ist nur für Gewerbeleute zuggängig. Dort kauft Frank ein.

Frank: Bei der Ware im anderen Teil wäre ich vorsichtig – aber ein Fischbrötchen nach einer durchzechten Nacht geht bestimmt. Das geht übrigens auch überall an den Landungsbrücken. Die haben einen so großen Abverkauf, da hat der Fisch gar keine Chance alt zu werden.

Wo esst ihr mehr als Fischbrötchen?

Frank: In der Nähe vom Fischmarkt gibt es das Bistro Hummer Pedersen, das in der Woche tagsüber und am Wochenende auch abends geöffnet hat. Dort ist wirklich alles sehr frisch und in sehr guter Qualität – von Garnelen bis Austern und Hummer.

Anja: Außerdem gehen wir gerne ins Positano. Da gibt es aber nicht nur guten Fisch, sondern auch tolles Fleisch und Pasta. Mein Tipp: Die Mini-Calamari und Spaghetti Vongole – ich esse dort beides und zwar so gut wie immer. Auch in Eppendorf ist Via dei Mille, ein Weinbar-Restaurant mit etwas gehobenerer italienischer Küche und Wein.

Wo genießt ihr ein gutes Abendessen mit Blick aufs Wasser?

Anja: Das Fischrestaurant „Rive“ hat eine riesige Terrasse und man sitzt direkt am Wasser. Da fährt dann auch schon mal einer von den ganz großen Pötten beim Essen vorbei und man sieht das Glas-und-Stahl-Gebäude vom Architekten Hadi Teherani, das wie ein Schiff anmutet – echte Hamburg-Romantik.

Und wenn ihr vom Wasser mal genug habt?

Frank: Dann fahren wir ehrlich gesagt in die Berge – gerne nach Südtirol zum Klettern. Das kann Hamburg leider nicht bieten.

Danke für eure wertvollen Tipps, Anja und Frank!

Hier triffst du die beiden:

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