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Nicole Schladeck vor dem Weinhaus Wöhler
© MV-T/Petermann

Insidertipps Schwerin: Nicole Schladeck aus dem Weinhaus Wöhler 

Nicole Schladeck führt das traditionsreiche Weinhaus Wöhler und seit Anfang 2026 auch den Gasthof Zur guten Quelle – zwei historische Häuser in der Schweriner Altstadt. Im Interview verrät sie uns ihre liebsten Spots in der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands.

Karin Wasner

Vor acht Jahren hat Nicole Schladeck ihr Leben komplett umgekrempelt: Die Bankerin wollte einen Beruf, der Menschen glücklich macht, zog mit ihrer Familie nach Mecklenburg-Vorpommern in die UNESCO-Welterbestadt Schwerin – und wurde Gastgeberin. Und damit es nicht langweilig wird, gleich in einem der wichtigsten Traditionshäuser Schwerins: dem Weinhaus Wöhler.

Hier tritt sie in große Fußstapfen, denn die Gaststätte samt Hotel und Weinkontor wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zum Hoflieferanten ernannt – eine Auszeichnung, die der großherzogliche Hof nur den Allerbesten zusprach. Gemeinsam mit dem Weinhaus Uhle und dem Café Prag zählt das Gebäude heute zu den historischen Hoflieferanten, die Teil des UNESCO-Welterbes Residenzensemble Schwerin sind. Wo sie selbst in Schwerin am glücklichsten ist, verrät sie uns im Interview.

 

Schwerin gehört seit Kurzem zum UNESCO-Welterbe. Welche Orte sollte man unbedingt gesehen haben?

Am besten nimmst du dir die Übersicht der UNESCO-Welterbestätten und läufst eine Runde durch die Altstadt. Alles liegt nah beieinander und ist gut zu Fuß erreichbar. Hier atmet wirklich jede Ecke Geschichte.

Wo sollte ich einkehren, wenn ich richtig gute regionale Küche mit mecklenburgischen Klassikern probieren will?

In der Herzoglichen Dampfwäscherei gibt es tolle regionale Küche mit einem modernen Twist. Im Weinhaus Wöhler ist die Rinderroulade heiß begehrt und in die Gute Quelle kommen die Leute wegen des Würzfleischs auf Schweinesteak. Als ich das Restaurant übernommen habe, wurde ich in der Stadt ständig gefragt: „Gibt es noch Würzfleisch?“ Zum Geburtstag habe ich von meinen Freundinnen ein Shirt bekommen – mit der Aufschrift: „JA, es gibt noch Würzfleisch.“

Wo muss man hin für Kaffee & Kuchen oder das leckerste Eis der Stadt?

Ganz klar: in der Konditorei Rothe. Die Torten sind mehrfach ausgezeichnet. Die Schlemmertorte ist mein heimliches Laster, aber auch die Eierlikörtorte ist jede Kalorie wert. Wir kaufen dort auch die Brötchen und Kuchen für das Hotel. Ihr Dinkelbrot wollen unsere Gäste immer mit nach Hause nehmen, so gut ist das.

Für ein Softeis gehe ich zu Ilka Eis in der Altstadt. Dort gibt es immer wieder neue und spannende Sorten, wie zum Beispiel Sanddorn & Mascarpone oder Apfel & Salzkaramell.

Ihr habt im Weinhaus Wöhler selbst ein Weinkontor, du bist also Profi: Wo genießt du sonst in Schwerin den besten Wein? 

Direkt gegenüber der Guten Quelle liegt das Weinhaus Uhle. Ein wunderschönes historisches Haus, Michelin-gekrönt und einfach ein toller Ort für ein gutes Glas Wein.

Und wenn es mal ein Cocktail sein darf?

Für Cocktails gehe ich gern ins Kabana. Der Blick auf den Pfaffenteich ist besonders am Abend wunderschön.

 

Ein besonderer Abend mit besonderen Menschen: Wo reservierst du einen Tisch?

Nicht romantisch, aber an einem romantischen Ort: Pier 7, direkt gegenüber dem Schloss. Wunderschön zum Sonnenuntergang mit einem Cocktail in der Hand.

Für ganz besondere Momente fahre ich nach Grambow in die Schmiede 16. Das Restaurant ist in einer wunderschön restaurierten Scheune untergebracht und wie gemacht für einen romantischen Heiratsantrag. Anna-Lena kümmert sich herzlich um den Service, Björn zaubert fantastische Wildgerichte – und den besten Primitivo weit und breit gibt es dort auch.

Gibt es Kunst- und Kulturerlebnisse in Schwerin, die du Gästen empfehlen kannst?

Die Stadtführungen sind ein echtes Highlight. Die Stadtführer*innen kennen unzählige Anekdoten, die man sonst nie zu hören bekommt. Im Frühjahr liebe ich das Filmkunstfest. Das ist längst eine internationale Größe geworden. Und im Sommer ist der GourmetGarten im Schlossgarten mein Lieblingsplatz. Dort trifft man sich mit Freund:innen, trinkt ein Glas Wein oder einen Cocktail und genießt den Abend.

Die UNESCO-Welterbe-Stadt ist von Seen umgeben. Wo genießt du den schönsten Blick aufs Wasser?

Der Franzosenweg ist für mich ein Muss für Schwerin-Besucher*innen. Von dort hast du den schönsten Blick auf die Rückseite des Schweriner Schlosses über das Wasser hinweg. Ein einmalig schöner Anblick! Außerdem liebe ich die Wege rund um den Schweriner See. Oder du steigst einfach auf ein Schiff der Weißen Flotte und schaust dir Schwerin vom Wasser aus an.

Wenn Freund:innen dich in Schwerin besuchen: Was steht als Erstes auf dem Programm?

Wir starten immer mit einem Kaffee in der Rösterei Fuchs. Dort gibt es den besten Cappuccino weit und breit, dazu tolles Frühstück und richtig guten Kuchen. Danach geht es durch die Altstadt, in den Schlossgarten und natürlich ins Schweriner Schloss – selbstverständlich inklusive Schlossführung.

Und wo bringst du Freund*innen unter, wenn deine Häuser voll sind?

Wenn´s ein wenig chicer sein darf, dann empfehle ich gern den Niederländischen Hof mit Blick auf den Pfaffenteich.

Was macht Schwerin für dich besonders? Gibt es etwas, das Besucher*innen oft erst auf den zweiten Blick entdecken?

Dass wir hier zusammenhalten. Viele Hotels und Restaurants werden von Frauen geführt. Wir unterstützen uns gegenseitig. Genau das spüren auch unsere Gäste. Diese Herzlichkeit macht Schwerin für mich so besonders.

Danke für deine wertvollen Tipps, Nicole!

Hier triffst du sie:

Wir von der Insiderei lieben Transparenz. Deswegen möchten wir dir sagen, dass dieser Beitrag in Kooperation mit dem Reiseland Deutschland erstellt wurde. Der Beitrag wurde – bei völliger redaktioneller Freiheit – finanziell unterstützt.

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