The Stratford – das Tor zum neuen London
Glitzerröcke, Plateauschuhe und ABBA in der Luft: Rund um das Stratford Hotel wird Stratford zur Zeitkapsel – mit futuristischer Arena, digitaler Pop-Show und einem Hotel, das Foodies genauso anzieht wie Konzertfans. Willkommen im neuen, hypermodernen London.
Wer hat eine Zeitmaschine ins ultramoderne Stratford Hotel gestellt? Es ist 17 Uhr: An der Bar wackeln Männer in Latzhosen und knallbunten Hemden mit den Hüften. Frauen tragen Glitzerröcke und Plateauschuhe. Daneben tanzen junge Menschen – und singen, als wären sie in ihrem Wohnzimmer. Lachende Gesichter. Gute Stimmung. Alle scheinbar verkleidet – und dabei ist nicht einmal Fasching.
Die Antwort lautet: ABBA is in the house. Oder besser gesagt: um die Ecke vom Stratford Hotel. Dorthin will die bunte Truppe aus der Lobby als nächstes. ABBA Voyage ist Londons futuristischste Nostalgie-Maschine. Nicht weit vom Hotel entfernt steht die Kultband auf der Bühne – als hyperrealistische, digital animierte Avatare („ABBAtars“) im Look von 1979. Die Stimmen stammen aus Originalaufnahmen, begleitet von einer zehnköpfigen Live-Band – ein Hybrid aus Konzert und Hightech-Theater.
Dafür wurde im Queen Elizabeth Olympic Park eine eigene ABBA Arena gebaut: ein technisch maßgeschneidertes Gebäude mit 3.000 Plätzen, komplett demontierbar – wie ein temporäres Pop-up-Stadion für die digitale Pop-Zukunft. Innen sorgt eine 360°-Bühnenanlage für maximale Immersion. Die Show findet täglich statt – und ist fast immer ausverkauft.
Tun wir dem Stratford Hotel aber nicht Unrecht: Es ist viel mehr als nur ein Vorzimmer für die Show, für die Menschen aus aller Welt anreisen. Das Hotel im unverkennbaren Skytower steht für das moderne London: weniger Soho-Romantik, weniger alte Fassaden – dafür Stadtrand-Skyline, neue Straßen, viel Glas und Beton. Drinnen wartet das Restaurant Kokin, das japanische Konzept des gefeierten Küchenchefs Daisuke Shimoyama. Vom siebten Stock hast du einen Panoramablick – und lässt dich dabei von dem von Feuer inspirierten Omakase-Menü verwöhnen.
Essen und Trinken aus der Region sind im The Stratford ein großes Thema: Das Bier kommt aus Brauereien im Osten Londons. Die Hotelküche wird vom eigenen Biobauernhof beliefert. Das Kitchen E20 ist modern, locker und sieben Tage die Woche geöffnet – ein großartiger Ort für Kaffee, Cocktails, kleine Gerichte sowie Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und natürlich für ABBA-Besucher, die vor der Show „vorglühen“. Tagsüber lässt es sich im Mezzanin gut relaxen – mit Blick in die dreigeschossige Lobby und auf das Kitchen E20. Abends wird daraus wieder Party: Vorhänge zu, Cocktails auf Eis, Musik hoch.
The Stratford ist auch ein Beispiel dafür, wie sich ein Stadtteil neu erfindet. Vor 20 Jahren war Stratford vor allem „Edge of London“: ein Fleckerlteppich aus Bahntrassen, Lagerhallen, Kanälen und vernachlässigten Wohnsiedlungen im Lower Lea Valley – dazu viel Brachland und teils belastete Industrieflächen. Ab 2008 wurde Stratford Baustelle für die Olympischen Spiele, und der Olympic Park zum größten Regenerationsprojekt Europas: kontaminierter Boden wurde saniert, Flussläufe und Kanäle renaturiert, neue Brücken und Wege verbanden die zuvor zerschnittene Landschaft. Mit den Spielen 2012 bekam Stratford ein neues Zentrum: den Queen Elizabeth Olympic Park – und direkt daneben Westfield Stratford City, das bereits 2011 als „Eingangstor“ eröffnete. Das Westfield gehört heute zu den größten Einkaufszentren Englands.
Nach unserem Redaktionsbesuch zusammengefasst: ABBA, Mega-Einkaufszentrum, ein supermodernes Hotel für Foodies und Familien. Für alle, die Big Ben, Tower Bridge und Buckingham Palace schon kennen.
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The Stratford London
Queen Elizabeth Olympic Park
20 International Way
London
E20 1FD
Vereinigtes Königreich