Vivamayr Wörthersee: Gesundheits-Urlaub fürs Ich
Im Vivamayr am Wörthersee schaust du auf dich selbst. Hier geht es ums Entgiften, Schonen und Schulen – vor allem um einen neuen Ess-Rhythmus, Darmgesundheit und inneres Wohlbefinden durch bewusste Ernährung. 7 Tage und mindestens so viele Erkenntnisse und Aha-Effekte. Ein Selbstversuch.
Wie sagt schon die 1000 Jahre alte indische Heilkunst des Ayurveda: Ein Drittel der Gesundung hängt vom Ort ab, der einen umgibt. Wenn das stimmt, dann ist man im Vivamayr am Wörthersee schon bei der Ankunft ein Drittel gesünder. Das Gesundheitszentrum liegt direkt am Wörthersee, mit Badestegen, Saunahaus am Wasser, Zimmerbalkone mit Blick auf die Berge. Klingt doch gut, oder: Du schaust dir den Sonnenuntergang am See an, und schon geht’s dir besser.
Wobei, ein bisschen was muss man schon tun für die Gesundheit: Die Darmsanierung ist der USP der Mayr-Kur und sorgt dafür, dass sich der Körper neu formt und lange kein unerwünschter Jo-Jo-Effekt eintreten wird. Beim Entgiften helfen das Ölziehen als angenehmes Guten-Morgen-Ritual, das weniger prickelnde Bittersalz und natürlich die 2,5 Liter Wasser und Kräutertee, die bei der Mayr-Kur täglich im Bauch glucksen.
Dazu kommen präzise getimte zwei bis drei Gläser Basenpulver am Tag, die den Säurehaushalt regulieren und bei manchen – bei mir glücklicherweise auch – ordentlich den Hunger dämpfen. Und der warme Leberwickel, mit dem ich eine halbe Stunde im Bett knotzen darf. Die Sauna direkt am Wörthersee hilft zusätzlich beim Entgiften über die Haut. Die Tapferen springen danach ins Wasser (auch im Winter).
Ah, die alte Milch-Semmel-Kur! Diese Assoziation höre ich mit Abstand am häufigsten, wenn ich Freund*innen von meiner Woche im Vivamayr am Wörthersee erzähle. Und sie ist ja auch nicht ganz falsch. Aber eben auch nicht ganz richtig. Der Reihe nach: Der Arzt Franz Xaver Mayr erkannte im vorigen Jahrhundert als einer der ersten, dass ein gesunder Darm der Schlüssel zu Gesundheit und Schönheit ist. Er entwickelte eine eigene Diagnostik und therapierte seine Patienten mit Milch, Semmeln und einer ganz strengen Hausordnung.
Lang ist’s her. Heute geht es mehr um medizinisch begleitende Selbstfindung und Achtsamkeit als um Drill. Morgens und abends bekomme ich Buchweizenbrötchen. Es gibt Schafsjoghurt dazu, oder andere Eiweisszulagen. Und auch das Rundherum der Kur wurde im Vivamayr komplett entstaubt, optimiert und individualisiert. Eindeutig mehr Luxusretreat als Kuranstalt.
Holistisch. So kann man die Untersuchung bei meiner Kur-Ärztin Dr. Maria Moritz beschreiben. Sie tastet meinen Bauch ab, vermisst ihn wie schon Franz Xaver Mayer mit ihren Fingern, schaut Zunge, Ohren und Augen an, wiegt mich und testet mich mit Fläschchen am Bauch kinesiologisch auf Unverträglichkeiten aus. Dann sprechen wir über das Kurziel. Alles klingt verlockend: ein bisschen abnehmen, Ausgeglichenheit, Vitalität, Immunsystem stärken. Daraus entsteht meine ganz individuelle Kur.
Von jetzt an heißt es: Täglich grüßt das Murmeltier. Ein Tagesplan und ein Wochenplan geben mir den exakten Rhythmus vor. Ölziehen, Bittersalz. Dann mit Morgenaktivierung den Körper auf Betriebstemperatur bringen. Frühstück. Ab zur Bauchmassage bei der Ärztin und zum Kreislaufstärken eine Runde Kneippen im Spa. Als kleinen Höhepunkt am Vormittag spendiert die Teestation eine heiße Bouillon, alias Basenbrühe.
Danach Magazine durchblättern im Kaminzimmer, relaxen am Strand, mehrere Massagen, Yoga oder eine Runde in der Kryokammer bei Minus 110 Grad – immer die gleichen Rituale. Und ganz viel Tee trinken – das ist auch einfach an der Teebar, mit über einem Dutzend frischer Kräutertees. Der Körper mag das. Auch der Nachmittag ist durchgetaktet mit Behandlungen, Vorträgen, Wanderung und Meditation. Einen zusätzlichen Boost verschafft die Sauerstofftherapie IHHT – ein Höhentraining auf über 3000 Meter ohne die gemütliche Liege im Spa zu verlassen!
Der dritte Tag zählt zu den härtesten. Mit Kopfweh verlangt der Körper nach seinen gewohnten Goodies wie Kaffee, Zucker oder Alkohol. Schlechte-Laune-Alarm! Aber wir sind ja in Kärnten. Hier sang schon Udo Jürgens: „Immer, immer wieder geht die Sonne auf“! Er hatte sowas von recht. Prompt stellt sich mit Tag vier eine neue Leichtigkeit ein. Das Fastenhoch!
Der Verbrennungsmodus läuft. Mein Magen knurrt auch zwischendurch nicht mehr nach Snacks oder Süßem. Obwohl wir - je nachdem auf welcher Stufe die Mayr-Kur startet - maximal 600 bis 700 Kalorien pro Tag bekommen. Also weit weniger als ich schon allein mit Nichtstun verbrauche.
Sogar das stille Essen wandelt sich von der Herausforderung zum Genuss. Bei den Mahlzeiten konzentrierst du dich mangels Ablenkung (Handys sind sowieso tabu- klappt nicht immer und überall) voll aufs Essen. Es soll nicht gesprochen werden. Selbst die KellnerInnen nähert sich vorsichtig an wie eine Katze. Durch das bewusste, langsame Essen und das richtige Kauen wird die Verdauung entlastet und der Körper nimmt die Nährstoffe besser auf. Die Menge der Nahrung reduziert sich fast automatisch, weil ich besser auf mein Sättigungsgefühl höre. Schade eigentlich, wenn Köstlichkeiten wie Karotten Ingwer Suppe oder das kleine Stück Wildlachs mit Gemüse auf der Karte stehen.
Eine Woche später: Ein paar Kilo sind futsch, das Körpergefühl neu, der Gürtel zwickt nicht mehr. Vor allem die Haut dankt einem die Fastenwoche (vor allem durch das viele Teetrinken und Entgiften) sehr – sie fühlt sich wie neu an. Im Gepäck für die Heimreise sind ganz viele Tipps von der Ernährungsberaterin – sie arbeitet mit dir einen zweiwöchigen Plan für die Zu-Hause-Zeit nach der Kur aus. Leicht umzusetzen sind die Säuren-Basen-Rezepte und die Tipps für köstliche Eiweiss-Aufstriche. Sie sollen das Zurückkehren ins echte Leben unterstützen. Wobei, wer will schon ins echte Leben zurück – ich hätte noch eine zweite Woche Tiefenentspannung direkt am Wörthersee vertragen.
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