Europa

Montenegro – das Monaco der Zukunft

Monaco der Zukunft – das ist doch ein netter Name, oder? So sagt man mittlerweile zu Montenegro. Ebendort eröffnet auch Porto Montenegro.

Monaco der Zukunft – das ist doch ein netter Name, oder? So sagt man mittlerweile zu Montenegro. Und das nicht ganz unbegründet. Ein wenig vom Schuss mausert sich der jetzt unabhängige Staat  –  in den 50er und 60er reisten Sophia Loren, Elizabeth Taylor und Kirk Douglas ins Land der Schwarzen Berge – zur Luxusdestination. Sie wollen einen Beweis: „Brangelina“ waren gerade da, der Familientross von Brad Pitt und Angelina Jolie urlaubte erst vor einigen Wochen an der Küste Montenegros.

Nicht unwesentlich beteiligt daran ist Peter Munk. Er ist Initiator des ehrgeizigen Projekts und einer der erfolgreichsten Industriellen Kanadas. Was er anfasst, wird buchstäblich zu Gold, denn er ist Geschäftsführer der Goldproduktionsfirma Barrick Gold. Er hatte die Idee, in der Bucht von Kotor – ja, genau dort, wo die Schlussszene des vorletzten James Bond gedreht wurde – einen Luxushafen zu bauen. Einen großen Luxushafen: 24 Hektar umfasst er, Porto Montenegro der Name. Die Investitionssumme des kompletten Projekts wird mit gut 500 Millionen US-Dollar veranschlagt.

An Bord holte er den ehemaligen Kapitän Tony Browne, der heute als Marina Manager von Porto Montenegro fungiert. Seine Erfahrungen mit Häfen und Marinas sind für dieses Projekt goldwert – ein Hafen von Kapitän für Kapitäne. Der Hafen liegt übrigens im einstigen österreichisch-ungarischen Marinestützpunkt an der Küstenstadt Tivat, die man mittlerweile auch mit dem Flugzeug erreichen kann.

85 Liegeplätze wurden bereits im Sommer 2009 eröffnet. 650 soll es insgesamt geben, davon 150 Plätze für Superyachten, die länger als 24 Meter sind. Neben dem Hafen entsteht ein kleiner Hafenort mit allem, was man zum Leben braucht. Wohnhausanlagen, Hotels, Restaurants und Bars, ein Sportzentrum, eine Kunstgalerie, ein nautisches Museum und ein Einkaufzentrum mit Feinschmeckerladen und Designerboutiquen. Tivat, der erste Gebäudekomplex mit 29 Residenzen im Wert von 185.000 bis 1,5 Millionen Euro ist kurz vor der Fertigstellung. Traut man den Gerüchten, soll auch die Hotelkette  „Four Seasons“ ihr erstes Haus am Mittelmeer im Porto Montenegro eröffnen.

Wie gesagt, das klingt alles nach Monaco in Montenegro – allerdings halt erst in Zukunft. Inzwischen kann man ruhig von Dubrovnik nach Porto Montenegro schippern. Seit Juli 2010 ist der Port offizieller Einreisehafen – obwohl auf vielen Seekarten noch als Sperrgebiet gekennzeichnet.

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